'Rücktritt der Stadtvertreter gefordert'...

lautet die Überschrift der SVZ vom 16.09.2020 in dem Artikel von Herr Güttler verfassten Artikel mit der Unterschrift „Sprecher der Bürgerinitiative „Schmuckstück Krankenhaus Warin“ positioniert sich“

Dem vorausgegangen war ein Leserbrief vom 04.09.2020 von Detlef Jeschke zum Abstimmungsverhalten von Stadtvertretern der GWG und ZWO, einer Aussage des Stadtvertreters der GWG, Andreas Spriewald, und dem Urteil gegen den ersten stv. Bürgermeister, Peter Brandenburg.

Herr Güttler hat anstatt einen Leserbrief abzudrucken, einen Artikel verfasst und diesen zudem in Zusammenhang mit der Bürgerinitiative gestellt. Detlef Jeschke stellt klar, dass er diesen Brief als Bürger Warins verfasst hat und nicht als Sprecher der Bürgerinitiative.

Zudem hat Herr Güttler wesentliche Inhalte dieses Leserbriefes in dem Artikel weggelassen und zudem eine falsche Information wiederholt. So schreibt er in besagtem Artikel:
„Das Urteil im Hauptsacheverfahren steht noch aus.“ 
Diese Behauptung ist falsch, da es kein Hauptsacheverfahren gibt. Herr Brandenburg könnte zwar noch in Berufung gehen, was aber an der Tatsachenklärung des vorangegangen Verfahrens nichts ändert. Mit einer solchen Darstellung vermittelt Herr Güttler den Eindruck, es bestünde noch eine Chance, die von einem ordentlichen Gericht festgestellten Tatsachen noch einmal umzukehren. Zu vermuten ist aber eher, dass Herr Güttler ohne kritische Nachfrage oder Recherche oder in Unkenntnis einfach die Stellungnahme des Bürgermeisters Björn Griese aus dem Artikel „Urteil gegen Brandenburg“ (wahrscheinlich?) ungeprüft übernahm (siehe „Urteil gegen Brandenburg“).

Auch weggelassen aus dem Leserbrief hat Herr Güttler in seinem Bericht die Bewertung der Aussage von Bürgermeister Griese, die vom Gericht eindeutig und unzweifelhaft zugunsten des Herrn Weyer gewertet wurde. So heißt es in der Urteilsbegründung:
„Der Zeuge Griese hat im Übrigen die Angaben des Verfügungsbeklagten (Anm.: gemeint ist Peter Brandenburg) in seiner persönlichen Anhörung, er habe in der Stadtvertretersitzung lediglich Fragen gestellt und keine Feststellungen getroffen ebenso wie die vom Verfügungkläger (Anm.: gemeint ist Thomas Weyer) mitgebrachten Zeugen NICHT (!!!) bestätigt.“

Den ungekürzten Leserbrief haben wir unter „Leserbrief“ in ‚Aktuelles‘ veröffentlicht.

Anmerkung: Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und muss verteidigt werden. Herr Güttler ist frei in der Formulierung und den Inhalten seiner Berichte. Und das ist gut so.
Aber genauso nehmen wir das Recht in Anspruch zu kommentieren, auf Fehler hinzuweisen und Sachverhalte klar zustellen, die wir belegen können.

Wenn Sie Herrn Güttler sagen möchten, was Sie von seiner Art der Berichterstattung halten, rufen Sie ihn doch einfach an unter der in der SVZ veröffentlichten Rufnummer 03847 / 43028214.

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